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Der Soundtrack zur Nicolae-Saga (4): Das Booklet

 

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Der Soundtrack zur Nicolae-Saga: als CD und als Download © 2019 Maximlian J. Zemke
Der Soundtrack zur Nicolae-Saga: als CD und als Download © 2019 Maximlian J. Zemke

Die Musik zur Nicolae-Saga

In diesem Beitrag soll es um das Booklet - das Beiheft - zur CD gehen. Auch dieses hat Maximilian selbst entworfen und angefertigt. Darin eingeflossen sind zu den jeweiligen Titeln passende Bildmotive, die u.a. in Irland und Rumänien entstanden sind. Außerdem Gemälde von berühmten Malern des 19. Jahrhunderts entsprechend der Handlungszeit der Nicolae-Saga.  

Sowie Fotografien von zwei befreundeten Künstlern, die ich in meinem Blog demnächst näher vorstellen werde.

Beide Fotografen sind in ganz unterschiedlichen Richtungen unterwegs und trotzdem findet sich in der verborgenen und mystischen Welt ihrer Sujets ein gemeinsamer Nenner, der einen Bogen zur Nicolae-Saga schlägt. 

 

Die sorgfältige Auswahl der Bilder und Texte sowie die Gestaltung des Booklets ist meines Erachtens ein Kunstwerk für sich. Darum möchte ich es auf diesen Seiten würdigen. Bitte bedenken Sie: Alles ist ohne jegliche künstliche Intelligenz entstanden!  

Dies zu erwähnen, ist leider ein Muss. Gerade in der Kunstbranche wird dieses - in bestimmten Bereichen sicherlich großartige - Hilfsmittel inzwischen hemmungslos eingesetzt und wahre künstlerische Arbeit damit immer mehr verdrängt.

Bei uns hingegen ist alles menschengemacht - von der Idee bis zur Umsetzung. Darum sind wir selbst auf so etwas wie ein aus der Mode geratenes CD-Beiheft sehr stolz. Auch darin steckt viel Zeit und Herzblut, wie Sie gleich sehen werden. Zum Glück gibt es noch kunstsinnige Menschen, die eine solche Wertigkeit zu schätzen wissen.

Präsentation des Booklets

In diesem Video präsentiert Maximilian das frisch aus der Druckerei kommende Booklet samt Inlay.

Artwork: Das Booklet zur CD

Auf den ersten Seiten erfahren Sie in aller Kürze etwas über den Komponisten (Maximilian J. Zemke), über die Autorin (mich), über das Projekt (den Soundtrack), den Roman (Band 1 der  Nicolae-Saga "Zwischen den Welten") und natürlich über die Musik. Auch werde ich etwas über die hierfür verwendeten Fotos erzählen. Wie Sie gleich sehen werden, wurde die gegenüberliegende Seite gespiegelt, in Schwarz-Weiß gesetzt und dann der entsprechende Text übergelegt.

 

Sodann werden die 21 Titel gebündelt aufgezählt und zu einem der Titel ein passendes Bild unterlegt. Damit erzählen wir bereits die Geschichte der Nicolae-Saga und vermitteln deren Stimmung. Die von Maximilian vertonten Episoden des Buches sind nämlich exakt diejenigen, die auch mir sehr am Herzen liegen. 

Der Komponist

Auszug aus dem Booklet zur CD: Maximilian J. Zemke - Komponist und Musikproduzent am Flügel beim Bühnenprogramm "Verborgene Welten"

Maximilian J. Zemke komponiert Musik seit seinem 12. Lebensjahr. 2015 schloss er den Ausbildungsgang "Filmkomponist" an einer Musik- und Medienakademie in Hamburg ab.

Heute ist er unter anderem als Musikarrangeur, Audioproduzent und Musiklehrer tätig. Seit 2013 schreibt und spielt Maximilian Zemke Musik zu den Autorenlesungen von Aurelia L. Porter. 

 

Das Foto könnte den Titel tragen: "Versunken über den Tasten des Flügels". Es entstand bei einem Bühnenauftritt mit dem Fotografen Tim Rädisch, aufgenommen von diesem selbst. In unserem gemeinsamen Programm "Verborgene Welten"  vereinen sich drei verschiedene Künste - Fotografie, Literatur und Musik - unter einem gemeinsamen Thema. Die Resonanz war bisher jedes Mal so positiv, dass wir dieses voraussichtlich im Sommer 2026 in einem ganz besonderen Rahmen wiederholen werden.

Die Autorin

Auszug aus dem Booklet zur CD: Aurelia L. Porter - Autorin der Nicolae-Saga - in rumänischer Bluse

Aurelia L. Porter ist Autorin der Nicolae-Saga, einer mystisch-historischen Familiensaga, die 7 Bände umfasst. Ihre Begeisterung für das 19. Jh. kombiniert sie mit ihrem Faible für alles Mystische. 

Die Autorenlesungen haben wechselnde Themenschwerpunkte und sind mitunter multimedial konzipiert. Die Musik von Maximilian Zemke - ihrem Sohn - ist dabei ein fester Bestandteil.

 

Dieses Foto, aufgenommen von Maximilian, zeigt mich in einer rumänischen Bluse. Es wurde für eine Pressemitteilung angefertigt, die über eine Lesung im "Rellinger Literaturcafe" informierte. Auf dieser Veranstaltung habe ich jedoch nicht aus meinen eigenen Werken gelesen, sondern aus denen des siebenbürgischen Pfarrers und Autors Eginald Schlattner. Er hatte sich so sehr darüber gefreut, (durch die obligatorische Anfrage beim Verlag war es ihm zur Kenntnis gelangt), dass wir für gewisse Zeit im regen E-Mail-Wechsel standen. Ein Besuch bei ihm im rumänischen Rosia war zwar geplant, kam aber leider aus Krankheitsgründen nicht zustande. Vielleicht ergibt sich ja noch eine Gelegenheit, wer weiß.

Das Projekt

Auszug aus dem Booklet zur CD: Über das Projekt "Der Soundtrack zur Nicolae-Saga"

Als Aurelia L. Porter 2013 den dritten Band ihrer Romanreihe veröffentlichte, produzierte Maximilian J. Zemke die Musik für das Trailer-Video zum Buch. Sie wurde fortan als Intro für die Autorenlesungen genutzt. Es entstanden weitere musikalische Themen als Überleitung zwischen den Textpassagen. Der Komponist, inzwischen selber Leser und Fan der Nicolae-Saga, sah das Potential zu einem großen Orchesterwerk. 

Vier Jahre nach dem Trailer-Video ist der Soundtrack zum ersten Band der Romanreihe fertig. Ein weiteres Jahr dauert die aufwendige Produktion. Für die Folgebände existieren bereits viele musikalische Ideen, die auf ihre Ausführung warten.

 

Anmerken möchte ich, dass die zeitlichen Abläufe beim Schreiben eines Romans ganz ähnlich liegen. Auch ich habe jeweils ein weiteres Jahr intensiver Arbeit in das fertige Manuskript meiner Bände gesteckt, bevor ich es veröffentlichte.

Um die vielseitigen Arbeiten an den fertigen Kompositionen darzustellen, hat Maximilian ab und zu die Kamera in seinem Tonstudio mitlaufen lassen und eine Playlist zum Making-of-Soundtrack auf YouTube erstellt.  Schauen Sie gerne mal hinein.

 

Das hinterlegte Foto zeigt Steinmetzarbeiten mit typisch rumänischen Symbolen, die der Natur abgeschaut und vielfach als Gebäudeverzierung sowie an Türen und Toren zu finden sind. Aufgenommen habe ich es im Alten Fürstenhof in Bukarest, wo der walachische Fürst Vlad III. (Tepes) im 15. Jh. residierte. Diese Relikte stammen jedoch aus späterer Zeit vom Fürsten Brancoveanu - Vater der rumänischen Architektur. Er hat den rumänischen (brancovenesken) Baustil maßgeblich geprägt. 

Der Roman

Auszug aus dem Booklet zur CD: über den Romaninhalt von Band 1 der Nicolae-Saga "Zwischen den Welten"

"Zwischen den Welten" ist der erste Band der 7-bändigen Nicolae-Saga. Der hochsensible Nicolae wächst in einem idyllischen Küstenort in der englischen Grafschaft Kent auf. Mit seinem Naturell stößt er auf Ablehnung. Nur seine Mutter Rebecca glaubt an die Botschaft seiner Träume, bestärkt durch Granny Bridget, eine keltische Hohepriesterin.

Als die Familiensituation eskaliert, begeben sich Mutter und Sohn auf eine Reise quer durch Europa. Dort begegnen sie Graf da Laruc, einem früheren Bekannten Rebeccas.  Dieser lädt die beiden auf sein Schloss in den Südkarpaten Rumäniens ein. Hier scheinen Nicolaes Träume Realität zu werden.

Zurück in der Heimat wird in der Krypta von St. Mary's ein Wandgemälde freigelegt, das Rebecca die Wahrheit über ihre keltische Blutlinie offenbart. Mit Schrecken erkennt sie, dass sie und ihr Sohn großer Gefahr ausgesetzt sind. Nicolae hofft auf Hilfe aus der anderen Welt.

 

Diese kurze Zusammenfassung des Buchinhaltes verknüpft die wichtigsten vertonten Episoden miteinander und spiegelt sich in den Titelnamen wider. Das Foto zeigt passend zum Thema das keltische Druiden-Symbol. Aufgenommen habe ich es in Irland. Fast hätte ich es übersehen, hätte meine Tochter mich nicht darauf aufmerksam gemacht, worauf ich stand:  auf der Türschwelle einer kleinen Dorfkirche. Dieses Symbol ist meiner Romanfigur Granny Bridget gewidmet.

Die Musik

Auszug aus dem Booklet der CD: Über die Musik zu Band 1 der Nicolae-Saga, komponiert von Maximilian J. Zemke

Die Musik zum ersten Band der Nicolae-Saga orientiert sich stark an den historischen und geografischen Schauplätzen des Romans. Ihr zugrunde liegt das klangliche Spektrum eines großen Symphonieorchesters, ergänzt durch Klavier, Chöre, Harfe und Gitarre.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts tanzte ganz Europa Walzer, was sich folglich auch im Soundtrack niederschlägt. Gleichzeitig gibt es einen großen Einfluss folkloristischer Musik. So sind unter anderem irische Tin Whistle, Zymbal, Akkordeon und türkische Saz zu hören.

 

Der Soundtrack zeichnet den Inhalt des Romans musikalisch nach. Um einen direkten Bezug zum Buch herzustellen, wurden hier und da Zitate und erzählte Passagen eingebunden. Dadurch kann der Hörer noch tiefer in die Handlung eintauchen und ihrem Verlauf problemlos folgen.

 

Das Bild ist Teil einer Skulptur mit dem Titel: "The Cauldron of the Dagda". Sie wurde von der Künstlerin Paula O'Sullivan erschaffen und steht im "Garten der Sinne" im Tralee Town Park in Irland, wo ich unerwarteterweise und voller Freude auf sie gestoßen bin. Dagda ist der höchste Gott der Kelten. Er wird mit Fruchtbarkeit und Stärke assoziiert, ebenso mit Magie und Weisheit. Der Kessel des Dagda gilt als Symbol der Versöhnung. 

Warum das wichtig ist? Weil die keltische Mythologie die Nicolae-Saga wie ein roter Faden durchzieht. Dies drückt sich auch in Teilen der Musik aus. 

Track 4: Der Randon'sche Ball

Auszug aus dem Booklet der CD: Soundtrack Nicolae-Saga "Zwischen den Welten" - Track 4: Der Randon'sche Ball (Bild: "Wiener Hofball" von Wilhelm Gause)

Auf dieser Seite des Booklets ist Titel Nr. 4 "Der Randon'sche Ball" zu sehen.

Wie bereits erwähnt, war ganz Europa - und zwar Ost wie West - im Walzerfieber. Die schwungvolle Musik von Johann Strauss eroberte die Tanzsäle aller Herren Länder. In meinem Roman finden auf diesen gesellschaftlichen Ereignissen zukunftsweisende wenn nicht gar schicksalhafte Begegnungen statt.

 

Das Bild zeigt einen Teil des berühmten Gemäldes von Wilhelm Gause (1835-1916), deutsch-österreichischer Porträt- und Genremaler. Darauf nicht mehr zu sehen, aber Mittelpunkt des dargestellten Wiener Hofballs, ist kein Geringerer als Fürst Otto von Bismarck.

 

Den Ausschnitt haben wir bewusst so gewählt, um das tanzende junge Paar in der linken Bildhälfte in den Fokus zu rücken. Für mich sind es Rebecca und ihr zukünftiger Ehemann Peter Cornelly auf dem Ball bei den Randons - auch wenn deren Ballsaal etwas weniger prunkvoll ausgestattet gewesen sein mochte. Der nächste Walzer im Buch und auf der CD findet am Hofe des ungarischen Fürsten Festetics statt und dürfte durchaus in einem ähnlich prächtigen Rahmen stattgefunden haben.

Track 8: Die Reise auf dem Kontinent

Auszug aus dem Booklet der CD: Soundtrack zur Nicolae-Saga "Zwischen den Welten" - Track 8: "Die Reise auf dem Kontinent" (Bild: "Le Gare Saint-Lazare" von Claude Monet)

Auch hier dient ein berühmtes Gemälde dazu, die Handlungszeit vor Augen zu führen. Die zweite Hälfte des 19. Jh. war nicht nur die Epoche des Walzers, sondern auch die der Eisenbahn. Immer mehr Trassen wurden verlegt und damit die erste Mobilitätswende seit Erfindung des Rades eingeführt. 

Und so fahren auch Nicolae und seine Mutter hauptsächlich mit der Eisenbahn quer durch Europa, wenn sie nicht in Kutschen sitzen. 

 

Dieses Bild mit dem Titel "Le Gare Saint-Lazare" von 1877 stammt von dem bekannten französischen Impressionisten Claude Monet (1840-1926). Die Impressionisten haben oft Alltags- und Straßenszenen festgehalten und geben uns somit einen guten Einblick in die Epoche.

Track 10: Die Einladung des Grafen + 11: Das Karpatenschloss

Auszug aus dem Booklet der CD: Soundtrack Nicolae-Saga "Zwischen den Welten" - Track 11 "Das Karpatenschloss" (Bild: privat)

Melancholische Flötentöne leiten Titel Nr. 10 ein. Nicolae und seine Mutter müssen Abschied nehmen, ihr Aufenthalt in der Bucovina nähert sich seinem Ende. Beide sind nicht erpicht darauf, die Heimreise anzutreten.

Überraschend erhalten sie eine Einladung des Grafen auf sein Schloss in den Südkarpaten. Eine freudige bis gespannte Stimmung breitet sich aus. Das musikalische Thema des Grafen wird immer mächtiger, je näher sie sich seinem Reich nähern. 

 

"Tritt ein in mein Reich" - mit diesen von Maximilian eingesprochenen Worten beginnt Titel 11. Wie verzaubert blickt Nicolae sich in dem altehrwürdigen Schloss und der ursprünglichen Natur, die es umgibt, um. Erhabene Klänge, abgelöst von traumwandlerisch zarten Tönen. So durchstreift Nicolae das für ihn fremde Land, in dem er sich auf eigenartige Weise geborgen fühlt wie nie zuvor. 

 

Das alles ist musikalisch fein ausgearbeitet und transportiert die ganze Bandbreite an Emotionen, die Nicolae im Reich des Grafen erfassen. Schon beim Hören entstehen Bilder und geben der Fantasie viel Raum. 

 

Nein, das Foto ist nicht in Rumänien entstanden. Es zeigt ein Teil des Schlosses von Wernigerode. Denn dort hatten wir uns die ersten Jahre im Schlosshotel einquartiert, um den Weg zur Leipziger Buchmesse zu verkürzen. Der Anblick brachte mich jedes Mal wunderbar in die Stimmung meiner Romanwelt.

Track 13: Die Jagd nach dem Dschinn

Auszug aus dem Booklet der CD: Soundtrack Nicolae-Saga "Zwischen den Welten" - Track 13 "Die Jagd nach dem Dschinn" (Bild: privat)

In diesem Stück wird man durch eine sich hörbar öffnende Pforte in die Welt von Tausendundeiner Nacht entführt. Zunächst reitet man gemächlich auf einem Kamel durch die Wüste, betritt sodann einen prächtigen Palast mit seinen bunten Mosaiken. Doch plötzlich kippt die Stimmung, ein drohender Unterton schleicht sich ein. Schließlich ertönen wildes Pferdegetrappel und Säbelrasseln. Die Jagd nach dem Dschinn beginnt. Und so befindet man sich unvermittelt inmitten einer mittelalterlichen Schlachtenszene wieder. Nach ihrem schrecklichen Höhepunkt wird man von sanften Klängen eingelullt.

 

Der Graf hat Nicolae von seinem nächtlichen Albtraum befreit, der ihn aufgrund ihres Besuchs in der Rüstungs- und Waffenkammer heimgesucht und sich mit den anfänglichen Bildern aus der orientalischen Märchenwelt vermischt hatte.

 

Musikalisch eine große Herausforderung, denn hier lösen sich orientalische und mittelalterliche Sequenzen ab und enden in  einer sanften und beruhigenden Tonfolge. 

Track Nr. 14: Das Siebengestirn

Auszug aus dem Booklet zur CD: Soundtrack Nicolae-Saga "Zwischen den Welten" - Track 14: Das Siebengestirn (Bild:privat)

Der Sternenhaufen "Siebengestirn" - Plejaden - wird auch Sieben Schwestern genannt. Ihr Erscheinen am Abendhimmel hat eine hohe Bedeutung in der keltischen Mythologie. Denn die Sieben Schwestern bewachen die Anderswelt.

 

In der Nicolae-Saga gibt es eine mystische Szene, in der weißgewandete Frauen um ein Feuer tanzen und mit ihren Gesängen und Tänzen den Keltengott Cernunnos herbeibeschwören. Der Gott der Natur und des Waldes zeigt sich mit einem mächtigen Geweih und ist Symbol für Schutz, Weisheit und Nahrung. Seine Spuren lassen sich von Britannien über Gallien bis nach Rumänien verfolgen. Oft wird er von sieben Hunden oder Wölfen begleitet.

 

Diese mythologische Sequenz ist eine Schlüsselszene in der Nicolae-Saga und wird sich in den Folgebänden in leicht veränderter Form wiederholen. Auf die Beschwörungsformel bin ich besonders stolz, denn an einem lyrischen Text (siehe Foto) hatte ich mich bisher nicht versucht. Es war eine Herausforderung, mit deren Ergebnis ich sehr zufrieden bin. Auch habe ich gar nicht so lange dafür gebraucht wie anfänglich befürchtet.

 

Die Szene ist musikalisch mit dumpfen Trommelschlägen, choralen Gesängen, mittelalterlichen Instrumenten sowie von Maximilian und mir eigesprochenen Beschwörungsformeln umgesetzt worden.  Im Hintergrund hört man das Knistern des Feuers und letztendlich den Brunftschrei eines Hirsches, als  Cernunnos dem Feuer entsteigt.

Track 16: Tabak und Lavendel

Auszug aus dem Booklet zur CD: Soundtrack Nicolae-Saga "Zwischen den Welten" - Track 16: Tabak und Lavendel (Bild: privat)

Dies ist mein absoluter Favorit des Soundtracks. Warum? Weil er - ob man will oder nicht - gute Laune verbreitet. Er kommt so vergnügt und sorglos daher wie ein Strandspaziergang an einem lauen Frühlingstag. Aus einer solchen Romanszene heraus ist er auch entstanden. 

 

Die Melodie ist fest mit Granny Bridget und Grandpa Patty verbunden, Nicolaes irischen Urgroßeltern. Granny hängt stets ein Duft von Lavendel an - weswegen das Meereswasser auf dem Bild entsprechend eingefärbt wurde! Während Grandpa ohne Pfeife im Mundwinkel für Nicolae gar nicht vorstellbar ist. Die irische Tin Whistle ist ihr zugeordnet, das Akkordeon dem alten Seebären.

 

Zurück in Rebeccas und Nicolaes Heimatort an der südenglischen Küste kommen die beiden alten Leute sie besuchen und wollen alles von der Reise auf dem Kontinent erfahren. Unbedarft fängt Nicolae an zu plaudern, bis ihm einfällt, dass er in manchen Dingen zur Verschwiegenheit verpflichtet wurde. Doch Granny Bridget, die keltische Hohepriesterin, lässt sich nicht täuschen. Sie kann wie Nicolae hinter die Fassaden blicken.

Aus der Musik klingt die ganze Warmherzigkeit der Großeltern heraus.  

 

Und hier noch mal ein kurzer Querschnitt durch den Soundtrack. Erkennen Sie die einzelnen Motive wieder?


Lesen Sie auch in dieser Reihe: 

  • Teil 1: Die Entstehung des Soundtracks zur Nicolae-Saga
  • Teil 2: Die besonderen Herausforderungen, einen Buchtrailer zu erstellen 
  • Teil 3: Meine Lieblingsstücke aus dem Soundtrack mit Klangbeispielen

Und in Kürze:

  • Teil 5: "Just Listen!" - das multimediale Programm um meine Romanwelt, das nie zur Aufführung kam