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Jahresrückblick 2025: Mein Jubiläums- und Blogjahr

Jahresrücklick 2025: Mein Jubiläums- und Blogjahr

An der Südküste Englands - Nicolaes erste Heimat - im September 2025
An der Südküste Englands - Nicolaes erste Heimat - im September 2025

15 Jahre Nicolae-Saga und 20 Jahre Autorendasein - 2025 ist mein Jubiläumsjahr gewesen. Anlässlich dieses Ereignisses habe ich in meinem Blog vieles Revue passieren lassen, manches davon sogar in Blogserien - siehe weiter unten.

 

Zwei einschneidende Ereignisse haben 2025 zu Veränderungen in meinem Alltag geführt und meine Autorenarbeit etwas in den Hintergrund geraten lassen: Der Tod meines 100-jährigen Vaters gleich zu Beginn des Jahres. Und die seitdem ganztägige Betreuung unseres Enkels an drei Tagen die Woche.

 

Noch nie war mir so bewusst, dass Papier geduldig ist! Meine Romanfamilie ist in trockenen Tüchern und ruht wohlbehütet zwischen Buchdeckeln - jederzeit verfügbar. Sie kann mir nicht entfleuchen, sie altert nicht, sie existiert heute wie morgen. Das ist ein beruhigendes Gefühl. Zumal die Nicolae-Saga selbst zeitlos ist. Sie wird von ihrer Thematik her immer aktuell bleiben, sodass ich jederzeit den Faden wieder aufnehmen kann.

 

In weiser Voraussicht hatte ich im Jahresrückblick 2024 keine Ziele für 2025 formuliert und stelle fest: Das war gut so!

Trotzdem kann ich auf einiges mit Stolz zurückblicken. 

Blog statt Social Media

Nach etlichen Ansätze in den Vorjahren, Facebook und Instagram regelmäßiger und intensiver zu füttern, wollte es mir zuletzt kaum noch gelingen. Warum? Weil ich schlicht keine Freude daran habe - noch nie hatte! Social Media und ich passen einfach nicht zusammen. Doch wird es heutzutage von Autoren erwartet, dass sie diese Plattformen bespielen.

 

Inzwischen backe ich mir ein Ei drauf. Das hat noch weitere Gründe:

  • erstens habe ich keine Lust, mich zum Sklaven eines Algorithmus zu machen, der seine Vorlieben alle naslang ändert
  • zweitens wurde die Sichtbarkeit durch Meta vor einiger Zeit dermaßen eingeschränkt, dass der Arbeitsaufwand in keinem Verhältnis mehr zum Ergebnis stand und
  • drittens ist durch KI ohnehin alles überholt und führt zu noch mehr Oberflächlichkeit und Schnelllebigkeit.

In meinem Blog hingegen kann ich nach Herzenslust erzählen und Foto zeigen, Links einfügen und in einem gewissen Rahmen auch optisch gestalten. Das bin 100%ig ich. Ohne KI oder ähnliche Hilfsmittel.

Und das Allerbeste: Nach 4 Stunden ist mein Beitrag nicht im Social-Media-Nirwana verschwunden, sondern kann von jedem - auch von Menschen ohne Social-Media-Zugang! - jederzeit eingesehen werden. Das nenne ich barrierefrei!

 

Diese Argumente sind einfach unschlagbar. Aber das allerwichtigste Argument lautet: ICH LIEBE MEINEN BLOG!!!

Blogserien

Genau deshalb habe ich es trotz der wenigen mir zur Verfügung stehenden Zeit geschafft, jede Woche einen Blogartikel zu verfassen und komme so auf stolze 52 Beiträge in diesem Jahr. - Halt! Stopp! Es waren durch die Blogserien ja sogar mehr, sodass ich auf insgesamt (habe gerade nachgezählt) 56 Beiträge komme.

Keine Ahnung wie mir das gelungen ist, denn die Artikel waren in der Vorbereitung ziemlich aufwändig. Umso mehr freue ich mich über das schöne Ergebnis. 

 

Ich stelle abermals fest, dass ich ein absoluter Serienjunkie bin. Offensichtlich in vielerlei Hinsicht. Die Nicolae-Saga ist nicht ohne Grund 7-bändig ausgefallen!

Blogserien zu schreiben gibt mir die Möglichkeit, ein bestimmtes Thema tiefergehend zu behandeln. Besonders in meinem Jubiläumsjahr kam mir dies durch die vielfältigen Rückblicke sehr entgegen.

Die wichtigsten Blogthemen

Hier die wichtigsten Themen in 2025:

  • Romanwelt: Kunst in der Nicolae-Saga - in 3 Teilen, Teil 2 und 3 im 1. Quartal 2025
  • Romanwelt: Literatur in der Nicolae-Saga - 2 Beiträge im 1. Quartal
  • Autorenleben: Fragen aus dem Publikum - 5 Beiträge (Blogserie) 2. Quartal
  • Autorenleben: Recherchereisen in Rumänien - 12 Beiträge (Blogserie) Juli bis Oktober
  • Was ich gerade lese: 6 Büchervorstellungen im November und viele weitere zwischendurch
  • Rückblick: 20 Jahre Rumänienadventskalender - 6 Beiträge (Blogserie) im Dezember

Im Vergleich zum Vorjahr habe ich es 2025 besser geschafft, die verschiedenen Kategorien zu bedienen. Lediglich die Kategorie "Aus meiner Schatzkiste" kam nach wie vor zu kurz, wurde aber durch die umfangreiche Rückschau auf meine Recherchereisen in Rumänien und die Präsentation meiner Beiträge im Rumänienadventskalender mehr als ausgeglichen. Diese Blogserien werde ich 2026 als Grundlage nutzen, um meine Schatzkiste peu a peu weiter zu füllen. 

an den Handlungsorten der Nicolae-Saga in London und Südengland

Salisbury Cathedral - Wiltshire
Salisbury Cathedral - Wiltshire

Eine Rundreise entlang der Südküste Englands stand schon lange auf meiner Wunschliste. Dieses Jahr konnten wir sie endlich antreten. Sie führte uns u.a. zu Handlungsorten der Nicolae-Saga, die ich vor vielen Jahren besucht hatte. Denn als junge Frau habe ich England oft bereist und eine Weile sogar in London gelebt. 

 

Die wunderschöne Küste Cornwalls aber war für mich komplett neu. Diese kannte ich nur aus englischen TV-Krimis oder der Serie Doc Martin. Leider haben wir Port Isaac nicht angefahren, dafür waren wir in St. Ives. Man kann nicht alles haben.

 

Das Programm war prall, aber wunderbar ausgewogen. Neben den bekannten Zielen haben wir auch einen englischen Garten und ein viktorianisches Anwesen besucht. Da fühlte ich mich sofort in die Zeit der Nicolae-Saga zurückversetzt.

London

Das viktorianische London existiert nicht mehr. Logisch. Und gut. Wer will schon die einst aus den Fabrikschornsteinen verpestete Luft einatmen, oder Gefahr laufen, an Tuberkulose und anderen damals üblichen Seuchen zu erkranken? 

 

Zwar stehen noch die berühmten Wahrzeichen wie die Houses of Parliaments oder die Tower Bridge, aber die Stadtsilhouette sowie das Straßenbild haben sich - auch im Vergleich zu den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts - kolossal verändert. Heute fahren neben den roten Doppeldeckerbussen (immerhin gibt es sie noch!) bunt blinkende Rikschas mit dröhnender Bollywood-Musik durch die Straßen sowie todesmutige E-Scooter-Fahrer.

Die Gehwege sind bevölkert mit Menschen aus aller Herren Länder. Und so sind einige gute englische Sitten auf der Strecke geblieben - wie zum Beispiel das Queuing an Bushaltestellen, oder dass man einander links passiert und entsprechend die linke Seite der Treppe benutzt. 

 

Für typisch englische Speisen muss man einen Pub aufsuchen. Ansonsten prägen Asiaten - allen voran Inder - die Esskultur, selbst in den kleineren Städten Englands. Die Tea-Rooms von damals gibt es nur noch vereinzelt, sie sind nicht mehr hip genug. Und London ist nun mal hip: jung, bunt, schrill - und offenbar voll angesagt. 

 

Über die zunehmende Menschenmenge in London, hat sich schon Nicolaes englischer Vater in Band 1 "Zwischen den Welten" beschwert. Dabei erreichte die Einwohnerzahl im Jahre 1867 gerade mal die 2 Millionen-Marke. Heute: ca. 9 (!) Millionen - ohne die Bezirke, die zum Großraum London zählen. Was würde Peter Cornelly wohl dazu sagen? 

Stonehenge

Die keltische Kultstätte in Wiltshire: Stonehenge
Die keltische Kultstätte in Wiltshire: Stonehenge

Stonehenge, die Kultstätte der Kelten. Nicolaes aus der irischen Grafschaft Galway stammenden Urgroßeltern pilgern, wie wir in Band 1 "Zwischen den Welten" erfahren, jedes Jahr zur Sommersonnenwende nach Südwestengland in die Grafschaft Wiltshire, um in Stonehenge das keltische Fest Litha zu feiern. Es fällt auf den 21. Juni, an dem wir in der Nordhalbkugel den längsten Tag und die kürzeste Nacht erreicht haben.

 

Wie Granny Bridget und Grandpa Patty dieses Fest begehen, haben sie nie verraten. Sie haben lediglich durchblicken lassen, dass es sich um heiligen Boden handelt und sie dort mit religiösen Ritualen ihre Ahnen verehren. 

 

Dass die Megalithen eine astronomische Bedeutung haben, wie es heute vorwiegend vermittelt wird, erwähnen sie mit keinem Wort. Ich könnte mir daher vorstellen, dass dies eine moderne Interpretation ist, um unseren wissenschaftlich geprägten Verstand zu befriedigen. 

 

Wie dem auch sei, die gigantischen aus Blaustein (bluestone) bestehenden und im Kreis aufgestellten Quader mit ihren Decksteinen sind äußerst beeindruckend. Immer wieder stellt sich die Frage, wie sie dort 3000 vor Chr. hin transportiert und aufgerichtet worden sind. Auch da kann man nur spekulieren.

Oxford

Bei meinem diesjährigen Besuch habe ich Oxford mit ganz anderen Augen betrachtet. Schließlich hat Nicolae in Band 6 "Aus dem Schatten" am Balliol-College studiert und im Sheldonian-Theater zusammen mit seinen Kommilitonen ein Aufsehen erregendes Theaterstück auf die Bühne gebracht, das noch lange für Turbulenzen sorgte. 

 

Und noch manch anderes hat sich in Oxford zugetragen, in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts, in denen Nicolae sein Studentenleben voll und ganz ausgekostet hat - in jeglicher Hinsicht. Freunde fürs Leben hat er dort gefunden, sich eine Geliebte mit zweifelhaftem Ruf gehalten, von der er wider besseres Wissen nicht lassen konnte, und schließlich in der Universitätsbibliothek eine alte Bekannte aus Kindheitstagen getroffen, in die er sich nach und nach verliebte.

 

Auch der Grundstein zu seinem beruflichen Werdegang wurde in Oxford gelegt. Viele auch heute noch bekannte Größen aus der Theater- und Literaturwelt haben in Oxford und später in London seinen Weg gekreuzt, wobei einer von ihnen ihm und seiner Familie fast zum Verhängnis geworden wäre. 

 

Sehr gerne hätte ich das Sheldonian-Theater von innen besichtigt. Doch leider fanden wir es verschlossen vor, denn am Tag unseres Besuches fanden die Studienabschlussfeiern statt. Die Stadt und der Platz ums Sheldonian waren voller Umhänge und Doktorhüte, stolzer Eltern und Blumensträuße. Ein hoffnungsfroher Anblick.

Torquay - Auf den Spuren von Agatha Christie

Im Jahr 1979 habe ich die Sommerferien zusammen mit zwei Freundinnen in einer Familie in Torquay (Devon) verbracht.

Ob ich diesen mondänen Badeort an der englischen Riviera wiedererkannt habe? NOPE! Ganz und gar nicht.

 

Es hat sich dort in der Zwischenzeit einiges getan. Zum Guten. Und doch leidet der Badeort wie so viele andere auch unter mangelnden Besuchern. Die englische Südküste mit ihren wunderschön angelegten Palmengärten ist einfach zu teuer. Da fliegen die Briten für die Hälfte plus all inclusive lieber nach Portugal in den Urlaub. Doch wenn kein Geld durch Touristen reinkommt, kann auch nichts in die Restaurierung der schönen alten Gebäude fließen. Schade.

 

Das einzige Zugpferd scheint das internationale Agatha-Christie-Festival zu sein, das zu Ehren der weltberühmten Krimi-Autorin (1890-1976) jedes Jahr im September in ihrer Heimatstadt stattfindet. Dort kann man sich wunderbar auf ihre Spuren begeben, denn sie wurde nicht nur in Torquay geboren, sondern hat dort auch ihre Kindheit und Jugendjahre verbracht. 

Devon und Cornwall

Von unserem Standort in Torquay ging es durch Cornwall an so wundervolle Orte wie St. Ives, Land's End und Tintagel. Mein absolutes Highlight war jedoch das malerische Fischerdorf Polperro. 

 

Zu Weihnachten habe ich mir selbst ein Puzzle schenken wollen, nachdem ich Werbung von HOP (The House of Puzzles) bekommen hatte. Alles typisch englische Motive - einfach zum Verlieben! Und was entdecke ich unter der riesigen Auswahl? Ein Motiv von Polperro Harbour - 1000 Teile. Jawohl, ich habe es umgehend bestellt. Es liegt noch unterm Tannenbaum und wartet ungeduldig darauf, von mir zusammengesetzt zu werden. Aber erst einmal muss ich diesen Jahresrückblick fertig bekommen, nicht wahr?

 

Hier einige meiner Lieblingsmotive aus Devon und Cornwall "in echt" ...

Auf den Spuren der Wikinger, Römer + Kelten

Bei den Wikingern in Haithabu

Im April habe ich mit Mann und Sohn einen Ausflug nach Haithabu zu den Wikingern gemacht.

Liegt nahe, da wir kurz hinter der Hamburger Stadtgrenze auf Schleswig-Holsteinischem Boden wohnen. 

Der Weißdorn blühte in Hülle und Fülle und auch der Raps brachte ganze Felder zum Leuchten.

Wikingerdorf in Haithabu an der Schlei

Haithabu galt als wichtigstes Handelszentrum der Wikinger. Direkt an der Schlei gelegen und in der Mitte von Ost- und Nordsee war die Hafenstadt ein Knotenpunkt für die Händler im 8. bis 11. Jahrhundert.

 

Das rekonstruierte Wikingerdorf besteht aus sieben originalgetreu errichteten Häusern, die eine Vorstellung vom damaligen Leben der Nordmänner vermitteln. Zusammen mit dem zur Landseite umgebenen Schutzwall gehört es zum UNESCO-Welterbe.

 

Im nahegelegenen Museum haben wir uns in der großen Schiffshalle ein königliches Kriegsschiff der Wikinger angesehen. Es galt als eines der schnellsten Langschiffe im Ostseeraum.

 

Als besonders beeindruckend empfand ich die friedliche Atmosphäre am Ufer des Haddebyer Noors - wie der Binnensee mit Verbindung zur Schlei heißt. Trotzdem konnte ich mir gut vorstellen, wie arbeits- und betriebsam das Leben in dieser Handelsmetropole einst gewesen sein muss.  

Bei den KElten auf dem Berg Ipf in der Schwäbischen Alb

Die erste Urlaubstour des Jahres führte uns im Mai u. a. in die Schwäbische Alb, wo wir auf den Spuren der Römer und Kelten unterwegs waren. Es ist so gut wie unvermeidlich, denn man begegnet ihnen dort auf Schritt und Tritt.

Wikingerdorf beim Berg Ipf/Schwäbische Alb

Hier stehe ich neben einem keltischen Krieger oder besser gesagt: Wächter. Er bewacht eine keltische Siedlung beim Berg Ipf.   

Nach dem ca. 670 Meter hohen Berg wird übrigens oft in Kreuzworträtseln gefragt. Er liegt in der Nähe von Bopfingen. Oben auf seinem Gipfel befinden sich vorchristliche Befestigungsanlagen, die man zunächst den Römern zuschrieb, denn in der gesamten Gegend finden sich römische Spuren. Aber ein Fund in späteren Jahren deutete darauf hin, dass der Berg Ipf zu einem frühkeltischen Fürstensitz zählt. 

 

Erst seit dem Jahr 2000 besteht darüber Klarheit. In unmittelbarer Nähe wurden bei Ausgrabungen nämlich die Reste einer keltischen Viereckschanze gefunden. Dort entsteht gerade ein museales Keltendorf. 

 

Der Weg auf den kegelförmigen Berg Ipf führt durch eine von knorrigen Linden gesäumte Allee und macht den Anstieg auch bei warmen Sommerwetter erträglich. Zwischendurch finden sich lauschige Plätzchen zum Ausruhen mit herrlichem Ausblick auf die Umgebung. Ansonsten ist die Vegetation eher karg, Heide und Gräser dominieren; und trotzdem gibt es dort eine außergewöhnliche Vielfalt von Faltern. Der eigentliche Lohn aber ist der fantastische Panoramablick.

Bei den Römern am Bucher Stausee in der Ostalb

Römerbüste am Bucher Stausee

Dieser behelmte Römer ist uns alle naslang auf den Wanderwegen rund um den Bucher Stausee begegnet. 

Dabei handelt es sich um ein schön angelegtes Naherholungsgebiet in der Ostalb, Nähe Ellwangen. Großzügige Spielplätze mit raffinierten Wasserspielen, Strandabschnitte mit Bootsverleih, mehrere Wiesenpfade neben einer breiten Promenade mit zahlreichen Sitzgelegenheiten und Blumenrabatten, großzügige Liegewiesen mit Relaxbänken unter schattenden Bäumen, ein 4 km langer Radwanderweg rund um den See und abzweigend verschiedene Wanderwege über Wiesen und Dörfer, das alles lädt zum Verweilen ein.  

 

So konnten wir ganz entspannt die Gegend erkunden und haben bei der Umrundung des Sees einen Abstecher zum Römischen Kohortenkastell Rainau-Buch gemacht, einem ehemaligen römischen Garnisonsort. Zu sehen sind dort teilkonstruierte Reste von Wehrmauern, Ecktürmen und der Toranlage. Ein Bronzemodell zeigt anschaulich, wie die einstige Reiterkaserne ausgesehen hat. Ringsherum grüne Wiesen so weit das Auge reicht. 

 

Am Stausee direkt befinden sich die Fundamente eines römischen Bades mit Thermenanlage. Was mich total erstaunte: Alles ist offen zugänglich und mit in das Naherholungsgebiet integriert. Von einer kleinen Anhöhe aus sieht man hinunter auf die Überreste des Römerbads und kann über das Ausmaß von 44 Meter Länge und bis zu 22 Meter Breite nur staunen. Auch das Römerbad Rainau-Buch gehört zum UNESCO-Welterbe.

Naturerlebnisse, Schmankerl und Wiedersehen mit lieben Freunden

Unsere Frühlingstour nach Österreich, in die Schwäbische Alb und in den Pfälzer Wald bestand hauptsächlich aus Naturerlebnissen, Schmankerln und dem Wiedersehen mit lieben Freunden. Neben Wanderungen zu Schlössern, Klöstern und Burgruinen sind mir besonders die blühenden Bärlauchwälder in Österreich und die bunten Wildblumenwiesen in der Schwäbischen Ostalb in schönster Erinnerung geblieben. 

 

Verbunden waren diese Ziele mit dem Wiedersehen lieber Freundinnen: 

  • Karin am Attersee (große Freundin aus meiner Kindheit) hat uns wieder mit österreichischen Schmankerln wie Grießnockerlsuppe und Marillenknödel und natürlich Wiener Schnitzel verwöhnt. Gerne denke ich an unsere gemeinsamen Ausflüge zum Mondsee und nach Salzburg zurück. 
  • Karin in der Ostalb (Autorin, die ich demnächst näher vorstellen werde) bot uns Briegel mit Schmiere und führte uns unter anderem zu Mitteleuropas größter Ameisenstadt in Dellenhäule bei Aalen. Hier konnten wir Wiesen voller Nesthügel bestaunen, auf denen Blumen und Kräuter wuchsen.  
  • Das letzte Wochenende gehörte unserer Alex aus Heidelberg, die wir auf unserer allerersten Rumänienreise kennenlernten. Zusammen mit ihrem Mann waren wir im Pfälzer Wald wandern und bekamen eine pittoreske Weinlandschaft geboten. Auf den Pfälzer Saumagen habe ich allerdings verzichtet.

Kleine Oasen des Alltags

Zwischen den vielen gedanklichen Reisen durch Rumänien, die ich tagelang in meinem Fotoarchiv und an meinem Laptop für die 12-teilige Blogserie "Recherchereisen in Rumänien" verbracht habe, gab es zwischendurch einige erholsame Ausflüge in die Umgebung. Ich bezeichne sie gerne als kleine Oasen des Alltags.

 

Als solche möchte ich sie nicht ungenannt lassen. Denn selbst neben den großen Reisen flachen sie keineswegs ab, sondern haben für mich die gleiche Wertigkeit. Es waren wertvolle Momente, in denen ich Kraft schöpfen und meine Sinne beleben konnte. Einige dieser Ausflüge stehen bei uns in fester Tradition. Andere haben wir neu entdeckt bzw. wiederentdeckt. 

Tönning an der Eider Richtung Nordsee

Zu diesem beschaulichen Ort an der Eider zieht es uns immer wieder. Zu und zu schön, in der Alten Werft ein Fischbrötchen zu essen und ins Hafenbecken zu schauen, in dem die Boote gemütlich vor sich hinschaukeln. Auch die Häuser entlang des Hafens sind fein herausgeputzt, überall in den Vorgärten grünt und blüht es.

Ein kurzer Spaziergang durch den Kurpark hinterm Deich führt einen direkt zum Ortskern mit Marktplatz und Kirche und ein paar Geschäften ringsherum. Alles ganz entspannt und wie aus der Zeit gefallen - herrlich!

Und auf dem Weg entlang der Eider kann man sich ordentlich durchpusten lassen und bereits Nordseeluft schnuppern. Mehr brauche ich nicht, um den Kopf frei zu bekommen. 

Brodtener Steilufer an der Ostsee

Eine Neuentdeckung, die wir unserem Sohn zu verdanken haben. Das Brodtener Steilufer liegt zwischen den Ostseebädern Niendorf und Travemünde. Idyllische Wege führen oberhalb der Klippen in die eine oder andere Richtung, wechselweise mit Blick aufs Meer oder über die Felder. Zwischendurch führen Wege hinab zum Strand.

Wir sind Richtung Niendorf gelaufen, was angenehm lauschig, weil nicht überlaufen war. Nette kleine Promenade mit Cafes und Restaurants. Alles wirkte gepflegt und entspannt.

Dort waren wir nicht zum letzten Mal. Allein wegen der schönen Szenerie. Außerdem gibt es ja noch die andere Seite zu erkunden. Denn in Travemünde hat sich die letzten Jahre auch viel zum Positiven verändert.

Glückstadt an der Elbe

Glückstadt hat bei uns Tradition. Auf den Matjesteller im "Kleinen Heinrich" freue ich mich ein ganzes Jahr lang.

Schon die Ankunft bringt einen in Matjes-Stimmung. Wenn man auf der anderen Seite des Hafenbeckens parkt, entfaltet sich einem die gesamte Hafensilhouette mit den netten kleinen Giebelhäusern, dem Salzspeicher und den historischen Booten. 

Der "Kleine Heinrich" ist ein Kultrestaurant direkt am Marktplatz der Altstadt, ein historisches Gebäude aus dem 17. Jh. Urgemütlich eingerichtet mit Holzbalkendecke und blau-weißen Kacheln an den Wänden, die maritime Motive zeigen. Denn den Namen hat das Restaurant von dem Schiff, mit dem die Glückstädter einst vor Grönland auf Walfang gingen. 

Heiligenhafen an der Ostsee

Heiligenhafen, am östlichsten Ende der Kieler Bucht gelegen, kannten wir nur von früher, als wir noch mit unseren kleinen Kindern in der Gegend Urlaub machten. Damals war es ein ziemlich reizloser Küstenort. Inzwischen wurde ein schicker Sea-Resort daraus mit entsprechend gepfefferten Preisen. 

Aber die neue 435 m lange "Erlebnis-Seebrücke" mit ihrer "Meereslounge" - ein überdachter, windgeschützter Raum mit bequemen Sesseln direkt über dem Meer - haben mich wirklich begeistert.

Breite Promenaden laden zu einem beschaulichen und abwechslungsreichen Rundgang entlang der Dünen mit Strandhafer und leuchtendem Sanddorn ein. Im Hafen herrscht reges Treiben. Fischerboote fahren rein und raus. Und die umliegenden Restaurants laden zum Fischteller ein. Den haben wir in der "Fischhalle" genossen - fangfrisch ohne viel Schnickschnack und super lecker. Gerne wieder!

 

Es gab noch mehr Oasen des Alltags. Die finden Sie im Rückblick aufs 3, Quartal 2025.

Highlight: Photowalk mit Frau Elbville

Den Photowalk "Speicherstadt und Kontorhausviertel" mit Frau Elbville wollte ich immer schon mal machen. Ende März war es so weit. Eine Freundin, mit der ich gerne gelegentlich neue Ecken von Hamburg aufspüre, und ich machten uns auf die Socken zum Treffpunkt. Verraten darf ich den aber nicht, ist streng geheim!  

Photo-Walk mit Frau Elbville

Frau Elbville firmiert unter dem Zusatz: Dein Hamburgbegleiter! In ihrem Blog zeigt sie beliebte und weniger bekannte Ecken Hamburgs. Spezielle Themen wie Hamburgs Treppenhäuser, Backstein-Expressionismus oder Hamburger Elb-Villen geben einen vertiefenden Einblick in die Geschichte der Stadt.

 

Unter anderem hat sie den Bildband "Kuriose Orte in Hamburg" herausgebracht und geht regelmäßig mit Interessenten auf Themen-Photo-Tour. Dabei gibt sie Tipps für die Motivsuche, Perspektive und fürs technische Know-how.

 

Auf Frau Elbville aufmerksam geworden bin ich auf Instagram, wo sie die schönsten Hamburg-Motive mit ihren Followern teilt. Ihre Fotoserien sind der absolute Hingucker. Sensationelle Aufnahmen auch von der Waterkant oder St. Pauli werden mit Wissenswertem gespickt. Historische Besonderheiten verpackt sie in kurze unterhaltsame und höchst spannende Texte. Das ist Infotainment vom Feinsten!

 

Hier nun eine klitzekleine Ausbeute von unserem 4-stündigen Photo-Walk. Der Wettergott hatte es gut mit uns gemeint. So sind in kürzester Zeit 166 Fotos entstanden. Die hier gezeigten sind im Vorbeigehen geschossen und noch völlig unbearbeitet.

Kulturelles: Theater, Konzerte, Ausstellungen

Theater

  • Altonaer Theater: Der Circle - nach dem Roman von Dave Eggers, den ich 2024 gelesen hatte. Ein junges Schauspielteam hat diesen Stoff um einen hippen Konzern, der alle online-Konten unter sich vereint - ob Social Media oder Stromabrechnung - auf die Bühne gebracht.  - Schöne neue Welt in heutiger Zeit, dystopisch und leider absolut vorstellbar und daher gruselig. 
  • Winterhuder Kommödie: Vanya - nach Tschechows "Onkel Wanja". Sämtliche Rollen des leicht abgewandelten klassischen Stücks wurden von einer einzigen Person gespielt mit minimalistisch eingesetzten Requisiten. Die Rollenwechsel kamen so schnell hintereinander oder überlagerten sich sogar stellenweise, dass man auch als Zuschauer äußerst aufmerksam sein musste. Kein Husten, kein Räuspern, absolute Stille im Publikum. - Eine Meisterleistung von Oliver Mommsen! 
  • Winterhuder Kommödie: Der Videobeweis - Ausgangspunkt: ein seit 25 Jahren verheiratetes Ehepaar, das sich wegen jeder Kleinigkeit streitet. Bis eines Tages eine anonyme E-Mail mit einer Video-Aufzeichnung aus der Küche des Paares auftaucht und abwechselnd sie und ihn kompromittiert. Sie verdächtigen sich gegenseitig der Spionage. Immer mehr Flunkereien und Geheimnisse kommen zutage, die dem Ehepaar einen heilsamen Spiegel vorhalten. - Witzig und doch tiefgründig inszeniert mit Situationskomik vom Feinsten.
  • Deutsches Schauspielhaus: Vampire's Mountain - Ein absoluter Höhepunkt dieser Theatersaison und im wahrsten Sinne des Wortes unbeschreiblich: Skurril, mystisch, melancholisch, poetisch und interpretierfähig mit märchenhaft schönen wie raffiniert ausgeleuchteten Kulissenbildern. Sieben Vampire unterschiedlicher Art entsteigen in einem verwunschenen Wald ihrer Gruft und nehmen sich dabei slapstickmäßig selbst auf die Schippe. Doch dann beginnt ein steter Wandel, sowohl äußerlich mithilfe von Kostümen und Requisiten, als auch thematisch. Es geht um Ernstes, um die globale Erwärmung, sodass die mal deutsch, englisch, spanisch oder französisch sprechenden Vampire vom schmelzenden Bergesgipfel Zuflucht in einer Fledermaushöhle suchen, beides wie von der Hand Caspar David Friedrichs gestaltet. Aber nein, es war die Hand des französischen Künstlers und "Bühnenmagiers" Philippe Quesne. Gesprochen wird übrigens nur wenig, vielmehr erklingen anfangs sakrale Gesänge, ein Vampir sitzt am Klavier, ein anderer spielt Querflöte und singt anschließend in höchsten Tönen. Im letzten Akt wird Lord Byrons Gedicht "Darkness" zitiert - wer sollte dabei nicht romantisch erschauern und in süßen Weltschmerz verfallen? - Fazit: Es lebe die schwarze Romantik! Diese schaurig schönen und tiefgründigen Themenbilder werden mich so schnell nicht wieder loslassen.
  • The English Theatre: Gaslight - Wer kennt nicht den berühmten Film "Das Haus der Lady Alquist" mit Ingrid Bergmann und Charles Boyer in den Hauptrollen? Ein viktorianischer Mystery-Thriller und Filmklassiker von 1944. Darin geht es um emotionale Manipulation, die Psychologie hat dafür den Begriff gaslighting geprägt. So wird auch auf der Bühne des English Theatre Bella Manningham von ihrem Ehemann sukzessive in den Wahnsinn getrieben. Angeblich verlegte Gegenstände, seltsame Geräusche und vor allem das zu einer bestimmten Stunde schwindende Gaslicht lassen Bella an ihrem Verstand zweifeln. Ziel des fiesen Ehemannes ist es natürlich, an das Erbe der bald für wahnsinnig erklärten Ehefrau zu kommen. Doch es kommt Rettung in Gestalt eines ehemaligen Detektivs. - Ich muss gestehen, dass ich den Filmklassiker wesentlich subtiler gespielt und darum gruseliger fand. Trotzdem sehenswert!

Konzerte

Candle-Light Concert auf dem Stückgutfrachter "Bleichen"

Candle Light Concert: Rockklassiker auf der MS Bleichen

Das war ein ganz besonderes Highlight:

Ein Konzert im Bauch des Stückgutfrachters "Bleichen", der sich beim legendären Schuppen 51A des noch im Aufbau befindlichen Deutschen Hafenmuseums befindet (Kleiner Grasbrook).

In dieser von Hunderten von Kerzen illuminierten Atmosphäre durften wir Rockklassiker von Deep Purple über Pink Floyd bis zu den Rolling Stones genießen. Gespielt hat das großartige Donne Streichquartett!

Und hinterher konnten wir sogar noch einen Blick auf die "Peking" werfen.

 

In der Laeiszhalle auf Joja Wendts Konzert "Spiel doch mal leiser!"

Laeiszhalle: Joja Wendts Konzert "Spiel doch mal leiser!"

Eine weitere Sternstunde!
Was für ein begnadeter Pianist und Entertainer! So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie seine Finger über die 88 Tasten flogen. Die Vielseitigkeit dieses Ausnahmekünstlers ist phänomenal.
Eigentlich aus dem Jazz kommend, beherrscht er ebenso das klassische Repertoire, Filmmusik, Rockmusik - ach, eigentlich alles; so verbindet er die Geschichte der Musik mit seiner eigenen auf einzigartige Weise. Und die Lachmuskeln hatten bei all den köstlichen Anekdoten auch tüchtig zu tun.

Ausstellungen

Ausstellung im Hamburger Bucerius Kunstforum: Flowers Forever

Bucerius Kunstforum: Flowers forever-Blumen in Kunst und Kultur

Mein Highlight: Der berühmte Wandteppich "Der Pilger im Garten" oder "Das Herz der Rose" von Edward Burne-Jones und William Morris.

Die beiden Künstler habe ich mitsamt ihrem Kunstwerk im Blogbeitrag "Kunst in der Nicolae-Saga: Die englischen Präraffeliten" näher vorgestellt. 

Da ich mich zu der Zeit gerade intensiv mit dem Thema befasst hatte, war ich umso entzückter, einige Originale in Augenschein nehmen zu können. Die Wirkung war unbeschreiblich! Kaum dass ich mich von dem mythologischen Sujet und den lebendigen Farben losreißen konnte.

 

Auf dem Gelände des "Museum der Arbeit" in Hamburg, im Vordergrund: Die TRUDE

Museum der Arbeit: Dein Paket ist da! Shoppen auf Bestellung.

Das ist nicht erst seit dem Internet möglich. Den Versandhandel gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert!

In den 1920er Jahren gründeten sich gleich mehrere namhafte Versandhäuser wie Quelle, Baur, Bader, Klingel, Otto, Neckermann u.a.

Damals griff man noch zum Telefonhörer oder schickte eine Bestellkarte per Post. Danach hieß es lange warten und schließlich: Dein Paket ist da!

Die alten Modekataloge aus den 50er oder 70er Jahren durchzublättern riefen Erinnerungen hervor und ließen mich oftmals schmunzeln.

 

Bagheer Museum im Jenischpark: Die Natur der Kunst

Der Titel ist Programm. Ein Raum war voll mystisch-träumerischer Kleinodien, erschaffen von Annette von der Bey: Moose, Gräser, Tautropfen, aber auch Unken, Spinnen und anderes Kleingetier sind ihre Motive. Sie wirken fast fotografisch und sind doch mit Öl auf Leinwand gezaubert. Wie fein muss der Pinsel gewesen sein, mit dem sie das taubesetzte Spinnennetz gemalt hat? In dem waldig anmutenden Raum fiel der Blick durch ein Fenster direkt auf die prächtigen Bäume im Jenischpark. Einfach zauberhaft. 

 

Auch der russische Künstler Konstantin Sotnikow ist mir in Erinnerung geblieben mit seiner farbgewaltig und fantastisch anmutenden, ja fast surrealen Welt der Flora und Fauna. 

 

Hamburger Kunsthalle: Rendezvous der Träume

Der "surrealistische Schrank" des Franzosen Marcel Jean stand wie ein "Opener" im ersten Raum der Ausstellung. Das Gemälde von 1941 war für mich das Highlight der Ausstellung, denn das Motiv passt perfekt für diese Rolle: es macht neugierig, was einen hinter den Türen erwartet.

Über 230 surrealistische Gemälde international bekannter Künstler trafen auf 70 Meisterwerke deutscher Romantik. Das hört sich gewaltig viel an. Und genau das war es auch. Meines Erachtens zu viel. - Mehr über diese Ausstellung in meinem Rückblick aufs 3. Quartal 2025

 

Museum für Kunst und Gewerbe: Glitzer!

Allein wäre ich nicht in diese Ausstellung gegangen. Was interessiert mich Glitzer? Aber meine Freundin wollte dorthin und das MKG ist eigentlich immer einen Besuch wert. Als wir im ersten Ausstellungsraum von schrillen Glitzerfummeln empfangen wurden, hatte ich noch so meine Zweifel. Aber die legten sich schnell. Denn hier wurde das Material zum Hauptthema, was an sich schon eine geniale Idee ist: Worin Glitzer überall verarbeitet wird, welche Wirkung es hat und nicht zuletzt die Historie des funkelnden Materials, das 1934 seine Karriere begann. Mehr im Rückblick 3. Quartal.

 

Hamburger Kunsthalle: Anders Zorn - Schwedens Superstar

Unfassbar, dieser Schaffensdrang! Anders Zorn (1860 bis 1920) war um die Jahrhundertwende einer der bekanntesten Künstler weltweit. Er schuf nicht nur unglaublich viele Gemälde, sondern auch Radierungen und Grafiken. Auch als Bildhauer betätigte er sich. Allein 150 seiner Werke sind noch bis zum 25.01.2026 in der Kunsthalle zu sehen.

Zu Ruhm gelangte er vor allem durch seine Porträts hochrangiger Persönlichkeiten, die ihn in entsprechenden Kreisen weiterempfahlen.

Was ins Auge sticht sind diese leuchtenden Farben, die die Porträtierten mal plastisch hervortreten, mal mit ihrer Umgebung verschmelzen lassen. 

Seine Werke sind übersichtlich je nach Schaffensperiode ausgestellt.

Vier Jahre verbrachte er in England und Spanien, um seinen Malstil zu verbessern. Ab 1890 versuchte er sich auch in Deutschland einen Namen zu machen. Sein Gemälde vom Hamburger Hafen ist leider das einzige, das seinerzeit in der Hamburger Kunsthalle ausgestellt wurde. Vielleicht war Alfred Lichtwark sein Heimathafen zu grau dargestellt? 

Meine Lieblingsbücher 2025

Diese stelle ich wie immer zu Beginn des neuen Jahres in einem separaten Beitrag vor. Trotzdem seien meine TOP FIVE an dieser Stelle schon mal erwähnt:

  • David Guterson: Schnee, der auf Zedern fällt
  • Traugott von Stackelberg: Manon de Carmignac
  • Wilkie Collins: Die Frau in Weiß
  • Thomas Hardy: Auf verschlungenen Pfaden
  • Frances Hodgson Burnett: The Secret Garden
  • Charlotte Bronte: Jane Eyre
  • Stephanie Cowell: The Man in the Stone Cottage

Was fällt Ihnen auf?

Genau, aus meinen TOP FIVE sind mal wieder TOP SEVEN geworden.

Ja, und bis auf Position 1, 2 und 7 (keine Wertung!) handelt es sich alles um englische Klassiker. Natürlich habe ich auch aktuelle Bücher gelesen (siehe Kategorie "Was ich gerade lese"), in letzter Zeit sogar englische Krimis. 

 

Funfact:

Mittlerweile muss ich bei englischer zeitgenössischer Literatur häufiger Wörter nachschlagen als bei den Klassikern! 

Nein, das hat nicht nur damit zu tun, dass mir die viktorianische Sprache vertrauter ist. Sondern vielmehr damit, dass die heutigen Bücher vor Vulgärausdrücken nur so wimmeln. Und ich finde, es ist keine Schande, dass mir diese nicht geläufig sind. Oder was meinen Sie?

 

Warum so viele englische Klassiker im Original?

Weil ich 2026 so langsam wieder die Übersetzungsarbeit aufnehmen möchte. Mich überfällt zurzeit eine regelrechte Sehnsucht danach. Kann ich nicht erklären, ist einfach so.

Die besten TV- oder Streaming-Serien 2025

Wie gesagt: Ich bin ein Serien-Junkie. Darum darf diese Auswahl an gesehenen Serien nicht fehlen ...

  • Carmen Curlers: Dänische Drama-Serie um die Erfindung der elektrischen Lockenwickler in den 60er Jahren und die Schwierigkeiten dieses neuartige Produkt auf den Markt zu bringen (2022-2025) - Großartige Schauspieler!
  • Live on Mars UK - Gefangen in den 70ern: Britische BBC-Polizei-Serie mit Mystery-Elementen; Police Officer Sam Tyler ist in den 70er Jahren im Einsatz und erwacht nach einem Unfall im Jahre 2006. Alles um ihn herum hat sich verändert, nur er selbst nicht. Der Zeitreisende findet sich in unseren Tagen nicht mehr zurecht. - Sowohl unsere heutige als auch unsere damalige Lebensweise wird in vielerlei Hinsicht auf den Prüfstand gestellt.
  • Upload: SF-Comedy-Serie mit Robbie Amell als Nathan Brown in der Titelrolle (2020-2025); dieser lässt sich nach seinem Unfalltod in eine zu Lebzeiten ausgesuchte virtuelle Welt hochladen - witzig, vorstellbar und parodistisch wie kritisch hinterfragend. 
  • Nine perfect strangers (Staffel 2): Drama-Miniserie mit Nicole Kidman als "Heilerin" Masha (2025); in einem österreichischen Gebirgsort treffen neun Fremde in einem Wellness-Retreat zusammen, die durch grenzwertige Psycho-Spielchen ihr Leben überdenken und zu einem Neuanfang finden sollen. Wie bereits in Staffel 1 haben die augenscheinlich Fremden mehr miteinander zu tun, als sie glauben - super spannend!
  • Follow the Money: Dänische Wirtschaftskrimi-Serie (2016-2019); korrupte Spielchen um "grüne Energie", skrupellose Global Players, die stets unsichtbar bleiben und im Hintergrund die Fäden ziehen, und Kleinkriminelle, die immer tiefer in den Sumpf geraten - keiner, gleich welche Rolle ihm zugedacht ist, schafft es über seinen Schatten zu springen. - Erschreckend realistisch.

Schlusswort

Ich bin erstaunt! Zu Beginn dieses Jahresrückblicks habe ich gedacht, dass ich 2025 hauptsächlich mit Enkelbetreuung, Haus- und Gartenarbeit und Blogschreiben beschäftigt gewesen wäre. Und nun schaue ich auf diese Fülle schöner Unternehmungen zurück.

 

Ja, es war mir wichtig, einen Ausgleich sowohl in der Natur, als auch in der Kultur sowie im Zusammensein mit Freunden zu finden. Ich darf also das Fazit ziehen, dass es mir dieses Jahr sehr gut gelungen ist. Eigenartig nur, dass ich es mir erst wortwörtlich "vor Augen führen" musste. 

 

Geholfen haben mir dabei die drei Quartalsrückblicke, in denen ich bereits vieles bildlich festgehalten hatte. Das bringt mich auf die Idee, den Jahresrückblick 2026 gleich ab Januar fortlaufend zu schreiben. Dann habe ich zum Jahresende weniger Arbeit und kann in aller Ruhe streichen, ergänzen und ein Fazit ziehen. 

 

Toller Vorsatz, oder? Fragt sich nur, ob ich ihn auch umgesetzt bekomme - hüstel. 

So, und damit habe ich nun doch ein Ziel für 2026 formuliert, wenn auch gleich mit entsprechender Einschränkung. ^^

MEin Vorsatz für 2026: Unterstützung des digitalen Unabhängigkeitstages

Im Ernst? Ich und ein echter Vorsatz fürs neue Jahr???

Jawohl. Angeregt durch einen Artikel im Hamburger Abendblatt, in dem der CCC - der Chaos Computer Club zu einer vorbildlichen Aktion aufruft: zu einem monatlichen digitalen Unabhängigkeitstag.

 

Das bedeutet: an jedem ersten Sonntag im Monat auf digitale Medien zu verzichten!!!

Wer mehr darüber wissen möchte, erfährt dies auf der Seite des CCC oder des NDR.

 

Ich finde, das ist eine großartige Aktion. Zumal der CCC demokratiefreundliche Alternativen aufzeigt, um den Internetgiganten es nicht noch einfacher zu machen, als sie es ohnehin schon mit uns haben.

 

Digital abzurüsten und einfach mal wieder analog unterwegs zu sein, kann nicht schaden und tut bestimmt gut.

Ich bin ja schon alt, darum darf ich sagen: Ging ja früher auch! 

Aurelias Newsletter/Blog

Das bedeutet allerdings auch, dass ich keine Newsletter mehr an jedem ersten Sonntag im Monat verschicken werde.

Wie bereits angekündigt, werde ich meine monatlichen Sonntagsbriefe 2026 einstellen. Ich habe sie 10 Jahre lang verschickt. Ich bin der Meinung: das reicht.

ABER meine treuen Brieffreunde werden trotzdem gelegentlich noch etwas von mir hören, nur nicht mehr so häufig.

 

Inzwischen gibt es ja für jeden die Möglichkeit, jederzeit in meinem Blog vorbeizuschauen. Auch 2026 werde ich weiterhin Beiträge schreiben, vielleicht nicht mehr in dieser hohen Frequenz, aber regelmäßig. Darauf freue ich mich schon sehr - ebenso über Rückmeldungen jeglicher Art.

 

In diesem Sinne: Keep in touch! - wie der Engländer sagt. Bleiben wir in Kontakt!

 

Allen, die mir bis hierhin ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben, wünsche ich ein frohes, gesundes und glückliches neues Jahr. Allen anderen natürlich auch!

 

Herzlichst, Ihre und Eure Aurelia



Hat Ihnen mein Jahresrückblick gefallen? Konnten Sie etwas für sich daraus ziehen? Haben Sie Anregungen bekommen? - Wenn ja, lassen Sie es mich gerne wissen.

 

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