Der Rumänienadventskalender 2005 bis 2025 - Jubiläum!

Weiter geht es mit der Rückschau auf 20 Jahre Rumänienadventskalender (RAK). Auch diesmal präsentiere ich Ihnen drei eigene Beiträge, die im Zeitraum 2012 bis heute entstanden sind. Ebenso drei meiner Lieblingsbeiträge aus den Jahren 2010 bis 2015 anderer Türchenfüller.
Zum jeweiligen Beitrag im Rumänienadventskalender kommen Sie auch diesmal wieder durch ein Klick auf den gelben Beitragstitel oder das entsprechende Beitragsbild. Viel Spaß!
Meine Beiträge im Rumänienadventskalender
Die Schlammvulkane von Berca

Fast die Hälfte aller Schlammvulkane weltweit befinden sich in Aserbaidschan. Es gibt noch welche in Bulgarien, Italien und in der Ukraine. Aber die größten Schlammvulkane Europas kann man in Rumänien bestaunen. Und das Beste: sie sind am aktivsten und eruptieren alle paar Minuten!
Was daran so besonders ist, abgesehen von ihrer Seltenheit? Sie spucken statt heißer Lava kalten Schlamm. Durch Gaseruptionen unter der Erde wird Grundwasser vermischt mit lehmhaltigen Boden und Salzen an die Oberfläche gedrückt, teilweise aus einer Tiefe bis zu 3 km!
Auf dem Rückweg von Iasi nach Bukarest kamen wir an der Region Buzau vorbei. Da ich mal etwas über die dortigen Schlammvulkane gelesen hatte, wollte ich mir die blubbernden Dinger einmal mit eigenen Augen anschauen. Aber DAS hätte ich nicht erwartet!
Mehr erfahren Sie im Rumänienadventskalender 2019 (Klick auf Beitragstitel oder Beitragsbild, schon sind Sie da!)
Weinland RO - Weit mehr als die berühmte Mädchentraube

Eines vorweg: Ich bin keine Önologin! Ich trinke lieber Wein, statt ihn zu studieren. Dieser Beitrag ist daher aus purer Liebe zu Rumänien und seinem roten Rebensaft entstanden und völlig frei von weinkundlichen Fachbegriffen oder sonstiger Expertenmeinung.
Hätten Sie das gedacht?
Rumänien schaut auf eine 6000 Jahre alte Weingeschichte zurück und gehört zu den fünf größten Weinproduzenten Europas. Das war nicht immer so. Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Reblausbefall ganze Weinberge vernichtet. Und was die Laus nicht geschafft hat, hat später Ceausescu besorgt, denn unter seinem Regime wurde auf den verstaatlichten Weingütern Masse statt Klasse produziert. So erreichten uns billige Exportweine aus Rumänien, die den Ruf der traditionellen Mädchentraube nachhaltig ruinierten.
Mittlerweile hat sich Rumänien auf seine alte Weinkultur zurückbesonnen. Etliche kleinere und größere Weinkellereien haben sich etabliert, die hochqualitative Weine anbauen. Einige davon haben mein Mann und ich 2016 besucht und waren angenehm überrascht. Im Beitrag erfahren Sie Näheres. Hicks!
Schlafender Riese im Szeklerland

Schlafender Riese im Szeklerland - oder: die verhinderte Wanderung
In diesem Beitrag schildere ich Tag 5 unserer großen Rumänienrundtour 2018. Wir nehmen in einem Szeklerdorf Quartier. (Die Szekler gehören zur Volksgruppe der Magyaren/Ungarn, die im Osten Transsilvaniens angesiedelt sind.) Dort lassen wir es uns richtig gut gehen.
Nach einem köstlichen Mittagessen mit einer Afinata (Heidelbeerlikör) vorweg und hinteran hängen wir etwas träge in unseren Stühlen mit herrlichem Blick auf den Hausberg: der 1128 Meter hohe Szeklerstein, auch Schlafender Riese genannt. Warum er so heißt? Siehe Bild!
Eigentlich steht noch eine zünftige Wanderung an. Aber so direkt nach der reichhaltigen Mahlzeit möchten wir es lieber dem Riesen gleichtun. Die Berge von unten zu betrachten ist doch auch ganz schön, oder? Nix da! Alina, unsere Reiseführerin, will wandern. Steht schließlich auf dem Programm (das übrigens sie gemacht hat!) Nach einem Gespräch mit dem jungen Mann an der Rezeption kommt sie mit einem erstaunlich entgegenkommenden Alternativvorschlag an unseren Tisch zurück. Ein traumhafter Tag wurde uns dadurch beschert. Lassen auch Sie die herrliche Landschaft im Beitrag auf sich wirken!
MEine 3 Lieblingsbeiträge im RAK 2010 bis 2015
Plugusorul- Beitrag von Silvia Nedelea

Dieses rumänische Wort bedeutet "Kleiner Pflug".
Die damals 10-jährige Silvia Nedelea aus Bukarest erzählt uns in ihrem Beitrag von dem traditionellen Neujahrsumzug in Rumänien. Das tut sie auf so entzückende Weise, dass mir dieses Ritual bestens in Erinnerung geblieben ist.
Zunächst beschreibt sie den bunt geschmückten Pflug, der beim Plugusorul zum Einsatz kommt, und erklärt dann seinen historischen Ursprung. Anschließend zitiert sie zweisprachig einige Strophen aus den Gedichten, die während des Umzugs vorgetragen werden; darin enthalten lauter gute Wünsche für eine reiche Ernte im neuen Jahr.
Besonders begeistert haben mich damals wie heute die selbst gemalten Bilder der kleinen Künstlerin. Worte wie Bilder sind einfach bezaubernd. Auch dieser Beitrag war ein kleiner bunter Mosaikstein in meinem Rumänienbild. Danke Silvia!
Rumänien für AnfängerInnen - Beitrag von ... siehe Text

Wie Monika und Ute nach Rumänien reisten
Dieser (Comic)-Beitrag ist so kreativ und witzig gestaltet, dass es eine Freude ist, Monika und Ute auf ihrer ersten Reise nach Rumänien zu begleiten. Typisch: Allerlei Bedenken von Familie und Freunden schlugen ihnen zu Beginn ihrer Reise in unser südosteuropäisches Nachbarland entgegen, das übrigens seit 2007 Mitglied der EU ist. Die beiden konnten sie hinterher allesamt zerschlagen.
Und wo waren sie überall?
In Baile Herculane (Kurort Herkulesbad), bei den bunt bemalten Moldauklöstern, in der siebenbürgischen Stadt Sibiu (Hermannstadt), im Apuseni-Gebirge und in der Maramures. Außerdem erfahren wir etwas darüber, was sie gegessen und wo sie übernachtet haben, sowie über eine äußerst gefährliche Begegnung in freier Natur. Nein, kein Bär, kein Wolf, sondern ... Lesen Sie selbst!
Die Idee zu diesem originellen Beitrag hatte Gudrun Pauksch, sie hat auch die Zeichnungen dazu angefertigt.
Für die Fotos und die Fotomontagen war Hans-Ulrich Schwerendt zuständig.
Beide sind Gründer und Macher des Rumänienadventskalenders - siehe Teil 1 dieser Serie.
Und von "Karpatenwilli" - einer seiner RAK-Beiträge folgt auf dem Fuße - stammt das eine oder andere Foto.
Höhlenforschung in Rumänien - Beitrag von Wilhelm Scherz

"Speo-RO" bedeutet Speläologie (also Höhlenforschung) in Rumänien. Wilhelm Scherz ("Karpatenwilli") und Frank Ehrhardt haben sich im Apuseni-Gebirge (Westkarpaten) auf eine atemberaubende Entdeckungstour begeben.
Da wurden an einem einzigen Tag mal eben 11 Höhlen erkundet. Die dabei entstandenen sensationellen Fotos habe ich nie mehr aus dem Kopf bekommen - der reinste Wahnsinn! Man kann den beiden Abenteuerlust mit einem gewissen Wahnwitz nicht absprechen.
Beim Lesen und Schauen blieb mir daher mehr als einmal der Mund offen stehen - vor Staunen und vor Entsetzen. Da wurde sich durch die engsten Felsspalten gezwängt, mit der Taschenlampe im Mund bäuchlings durch Kriechpassagen voll schlammiger Pfützen gerobbt, die scharfen Felsenzacken nur Millimeter von der schützenden Kleidung entfernt.
Ja, sind die denn bekloppt??? Wahrscheinlich. Doch dank ihrer Entdeckerfreude können auch wir heute und jederzeit über die Schönheit grandioser Galerien voll bizarrer Stalagtiten und Stalagmiten staunen.
Mehr über diese unterirdischen Wunderwelten erfahren Sie auf Karpatenwillis Website.
Vorschau
In Teil 4 dieser Blogserie stelle ich Ihnen weitere meiner Rumänienadventskalenderbeiträge (was für ein Bandwurmwort!) vor. Freuen Sie sich auf:
- die Königsschlösser Peles und Pelisor
- Carturesti Carusel (die schönste Buchhandlung Bukarests)
- den Bellu-Friedhof
Natürlich präsentiere ich Ihnen wieder drei unvergessliche RAK-Beiträge anderer Türchenfüller, diesmal aus den Jahren 2015 bis 2020.
![Aurelia L. Porter [Official Author Website]](https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=582x10000:format=png/path/s8f9586d8de03882a/image/i8310c7ba198099a1/version/1458925724/image.png)