Der RumänienAdventskalender 2005 bis 2025 - Jubiläum!

Falls Sie jetzt denken: Nanu? Als Titelbild ein Rumänienadventskalender von 2008??? Das muss wohl ein Versehen sein.
Nein, ganz und gar nicht. Denn der Rumänienadventskalender (RAK) feiert Jubiläum. Und so schauen wir auf 20 Jahre voll spannender Geschichten über Rumänien zurück, angereichert mit faszinierendem Bildmaterial.
In Teil 1 dieser Blogserie hatte ich Ihnen von den Gründern und Machern des RAK berichtet. Unter den Beitragsschreibern sind übrigens nicht nur Rumänienreisende aus Deutschland, auch Rumänen und Siebenbürger Sachsen haben ihre Geschichten zu den unterschiedlichsten Themen erzählt. Es gibt Stammschreiber (so wie ich), aber auch immer wieder neue Rumänien-Freunde, die ihre ersten Eindrücke vom Karpatenland schildern. Die Vielseitigkeit macht den RAK so reizvoll.
Heute stelle ich Ihnen zunächst drei eigene im Laufe der Jahre erschienene Kalenderbeiträge vor.
Danach folgen drei meiner Lieblingsbeiträge aus den Jahren 2005 bis 2010. Dazu habe ich die ersten fünf Adventskalender noch mal durchstöbert und war erstaunt, wie lebhaft mir der eine oder andere Geschichte noch in Erinnerung geblieben ist. Manche haben eben einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen.
Die Wahl fiel mir nicht leicht. Nur drei von 5 x 24 Geschichten zu präsentieren ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Aber es ist mir gelungen und ich hoffe, dass auch Sie Ihre Freude an meiner Auswahl haben.
Einfach auf den gelben Beitragstitel oder das Beitragsbild klicken und Sie kommen direkt zum jeweiligen Rumänienadventskalenderbeitrag.
Meine Beiträge im Rumänienadventskalender
Suppenparadies Rumänien

Frage: Wer ist das Gegenteil von einem Suppenkasper? Antwort: Ich! Darum habe ich auf meinen Recherchereisen durch Rumänien fast keine ausgelassen. So unterschiedlich sie je nach Region und Köchin/Koch auch zubereitet waren, so köstlich schmeckten sie mir alle.
Die Suppe oder Ciorba ist aus Rumänien nicht wegzudenken und gehört zu den wohl meist verspeisten Gerichten des Landes. Es gibt sie in vielen köstlichen Varianten und zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Im Rumänienadventskalenderbeitrag erfahren Sie:
- was eine traditionelle Ciorba ausmacht
- mit was zusammen sie gereicht wird
- welche am beliebtesten sind
- und an welche ich mich bisher nicht herangetraut habe.
Der fröhliche Friedhof

Der fröhliche Friedhof von Sapanta
Ein fröhlicher Friedhof? Das gibt es wohl nur in Rumänien.
Von wegen Totenruhe. Auf rumänischen Friedhöfen soll zuweilen gefeiert und gepicknickt werden, was das Zeug hält. Hoch die Tassen - noroc! Auf das Wohl der Verstorbenen, versteht sich.
Auf diesem inzwischen zum Touristenmagneten gewordenen Dorffriedhof im Norden Rumäniens geht es ziemlich bunt zu - im wahrsten Sinne des Wortes!
Doch nicht nur die Grabkreuze präsentieren sich in leuchtend-heiteren Farben und zeigen den Verstorbenen meist bei seinem ausgeübten Beruf. Auch die in Versform eingravierten Kurzbiographien bringen einen zum Schmunzeln. Da wird munter aus dem Nähkästchen geplaudert und so manche unbeliebte Schwiegermutter bekommt im Nachhinein ihr Fett weg. Aber alles mit einem Augenzwinkern versteht sich.
Im Beitrag habe ich einige markante Beispiele herausgepickt. Lesen Sie gerne mal hinein.
Radeln in Rumänien

Im Frühjahr tourten wir durch das frühlingszauberhafte Karpatenland. Begleitet wurden wir von blühenden Landschaften und den schneebedeckten Gipfeln des Fagaras-Gebirges.
In diesem Beitrag geht es um eine Fahrradtour durch siebenbürgische Dörfer. Ein unvergesslicher Tag, der an Idylle kaum zu überbieten war.
Das einzig Anstrengende war - jedenfalls für mich - das ungewohnte Radeln mit einem Mountainbike; kenne ich doch nur plattes Land und City-Rad mit Rücktrittbremse. Aber die Strecke war traumhaft schön.
Im Beitrag zeige ich Ihnen:
- eine Bärenspur im Garten des Fahrradverleihers
- Fahrradreifen liebende Pferde
- sowie eine Bilderbuchlandschaft
Meine 3 Lieblingsbeiträge im RAK 2005 bis 2010
Die Eierfrau von Moldovita - Beitrag von Gudrun Pauksch

Falls Sie sich jetzt fragen, was ein Osterei im Adventskalender verloren hat: sehr viel! Jedenfalls wenn es ein rumänisches Osterei ist.
In Rumänien ist Ostern noch bedeutender als Weihnachten. Die Eier sind wahre Kunstwerke und so viel ich weiß, werden sie teilweise auch gerne zu Weihnachten in den Christbaum gehängt.
Wir hatten das Glück, die "Eierfrau von Moldovita" 2012 ebenfalls kennenlernen zu dürfen.
In diesem Beitrag erhalten Sie Einblick in das Atelier der Eier-Künstlerin. Sie verrät, welche Vogeleier sich am besten zum Verzieren eignen und welche unterschiedlichen Techniken sie dabei anwendet.
Noch heute bin ich absolut fasziniert von diesen Kunstwerken und hüte mein mitgebrachtes Ei wie einen Schatz.
Ionut macht sich auf den Weg - Beitrag von Ingrid Fillinger

Dies ist die Geschichte von Ionut (zu Deutsch: Hänschen), den in einer eisigen Winternacht drei Eier das Leben retten.
Hoffnungsvoll macht er sich auf den Weg ins Nachbardorf. Dort will er ein paar Tage arbeiten, um seiner kranken Mutter am Weihnachtstag eine kräftige Mahlzeit kochen zu können. Mehr als ein alter Brotkanten ist nicht mehr im Haus. Doch er findet das Dorf verlassen und geplündert vor. Hungrig und mutlos macht er sich wieder auf den Rückweg und findet schließlich in einem Verschlag drei vergessene Hühnereier.
Zum Dank, dass es der Mutter besser geht und die Eier ihn vor dem Hungertod bewahrten, schnitzt er später aus einem Stück Holz ein Ei und bemalt es mit winterlichen Motiven. Zusammen mit zwei weiteren hängt er sie am Weihnachtstag in einen Tannenzweig und nagelt diesen an die Hüttentür.
Nun wissen Sie, wie der Brauch entstanden ist, den Tannenbaum zu Weihnachten mit Eiern zu schmücken. ;-)
Diese Geschichte fand ich damals so anrührend, dass ich sie mir ausdruckte und der Familie am Weihnachtsabend vorlas.
Sie handelt wie viele rumänische Geschichten von der bitteren Armut der Landbevölkerung, von Hunger und Kälte. Der Erzählstil ist typisch rumänisch: schlicht, sachlich und doch so sehr zu Herzen gehend.
Geschichten wie diese spiegeln die Lebenswirklichkeit des rumänischen Volkes in alten Zeiten wider und haben wie ein Mosaiksteinchen zum meinem Rumänienbild in der Nicolae-Saga beigetragen.
Das weltbeste Zacusca-Rezept - Beitrag von Nina May

In diesem Rezept geht es um eine absolute Köstlichkeit. Die Zacusca ist ein Brotaufstrich, der aus gegrillten Auberginen, Paprika, Tomaten und allerlei Gewürzen besteht. Absolut lecker!
Sie wird oft als Vorspeise gereicht, eignet sich aber auch gut für Soßen.
Nie zuvor hatte ich beim Lesen von Küchenrezepten einen solchen Spaß! Ich habe lauthals lachen müssen und als mein Mann fragte, was denn so witzig sei, wollte er mir die Antwort kaum glauben: Ein Küchenrezept???
Ja, aber was für eins! Bitte unbedingt selber lesen - und nachkochen!
Da ich so viel Freude daran hatte, habe ich die Verfasserin damals angeschrieben und mich bei ihr bedankt. Daraus ist eine E-Mail-Freundschaft entstanden, die etliche Jahr anhielt. Uns beide verband das Schreiben von Büchern und die Liebe zu Rumänien.
Nina May habe ich einen schönen Zeitungsartikel in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien zu verdanken, in dem sie zu einem späteren Zeitpunkt über mich als Autorin der Nicolae-Saga berichtet hat - in groß und bunt, digital und print!
Vorschau auf Teil 3 dieser Serie
Auch nächste Woche präsentiere ich Ihnen drei meiner Beiträge der letzten Jahre im Rumänienadventskalender, und zwar:
- Die Schlammvulkane von Berca
- Weinland RO - Weit mehr als die berühmte Mädchentraube
- Schlafender Riese im Szeklerland oder: Die verhinderte Wanderung
Zusätzlich küre ich meine liebsten drei Beiträge anderer Türchenfüller aus den Jahren 2010 bis 2015.
Ich freue mich jetzt schon aufs Durchstöbern und bin schon ganz gespannt, welche drei Beiträge es wohl werden.
Lesen Sie auch Teil 1 dieser Serie
![Aurelia L. Porter [Official Author Website]](https://image.jimcdn.com/app/cms/image/transf/dimension=582x10000:format=png/path/s8f9586d8de03882a/image/i8310c7ba198099a1/version/1458925724/image.png)